Straßen gefahrlos überqueren – Fußgängerquerungshilfe für Wenigumstadt

Grüne/JLB stellen Antrag für eine sichere Überquerung der Hauptstraße.

Zu gefährlich ist die Hauptstraße in Wenigumstadt für Fußgänger, so Gemeinderat Albert Stieler. Deshalb wurde von der Fraktion Grüne/JLB ein Antrag im Gemeinderat gestellt, um diese Situation zu entschärfen. Hagen Kulek von der Jungen Liste weist darauf hin, dass für viele Wenigumstädter Kinder die Überquerung der Hauptstraße auf Höhe der Einmündung Backhausstraße (schräg gegenüber der Sparkasse) Teil ihres täglichen Schulwegs bzw. ihres Wegs zur Bushaltestelle am Rathaus ist. Die Hauptstraße ist eine Kreisstraße. Artur Schnatz, Gemeinderat und Kreisrat der GRÜNEN hat deshalb gleichzeitig dafür gesorgt, dass auch im Kreistag ein entsprechender Antrag gestellt wird. Von der Situation vor Ort haben sich die drei Gemeinderäte selbst ein Bild gemacht. Als Artur Schnatz zu den wartenden Gemeinderäten Albert Stieler und Thomas Schuler die Straße überqueren musste, brauste erst einmal ein Auto vorbei. „Nicht auszudenken, welchen Gefahren ein Kind morgens, wenn es eilig zur Schule rennt, ausgesetzt ist,“ fassten die Drei die Situation vor Ort zusammen.

In der Hauptstraße gilt durchgängig Tempo 50. Es gibt zwischen der Fußgängerampel an der Kirche und an der Bäckerei Hügel auf der gesamten Strecke keinerlei Überquerungshilfe. Auch für die übrigen Fußgänger – insbesondere Senioren – ist die Querung der Hauptstraße in der Ortsmitte von Süd nach Nord ein gefährliches Unterfangen. Sowohl nach rechts als auch nach links ist die Straße nicht weit genug einsehbar – erst recht nicht bei Tempo 50. Erschwerend kommt hinzu, dass sich in naher Zukunft die tägliche Fahrzeugzahl durch die Pflaumheimer Ortsumgehung und das Neubaugebiet in Mosbach um mehr als tausend pro Tag erhöhen wird.

Die Einrichtung einer Querungshilfe bietet sich unmittelbar vor der Sparkasse an. Man kann dort in beide Richtungen relativ weit die Straße überblicken. Die Fahrbahnbreite beträgt an dieser Stelle zwischen den Bordsteinen 8 m und auf beiden Seiten ist der Gehsteig bereits abgesenkt, geradeso, als ob dort von Anfang an eine Querung vorgesehen war. Es bieten sich dort sogar mehrere Möglichkeiten der Umsetzung an:

  • Aufstellen einer Fußgängerampel
  • Einbau eines 2 m breiten Fahrbahnteilers. Es verbleiben beidseitig je 3 m Fahrbahnbreite
  • Einengung der Fahrbahn durch ein- oder beidseitiges Vorziehen des Gehsteigs. Damit würde sich auch die Einsicht in Richtung Mosbach vorbei an den am Straßenrand parkenden Fahrzeugen besser werden. Gleichzeitig wird der Verkehr zum Langsamerfahren gezwungen.

Thomas Schuler betont als Gemeinderat und Sprecher des Ortsverbandes der GRÜNEN, dass solche politischen Initiativen auf kommunaler Ebene bei den GRÜNEN Hand in Hand mit der Kreistagsfraktion gehen. „Wir hoffen, dass über unsere Anträge zeitnah beraten und entschieden wird. Der Vorrang für das Autofahren innerorts darf nicht länger zu Lasten der Sicherheit der Fußgänger gehen.“

2 Kommentare

  1. Olaf

    Wie wäre es denn endlich mit Tempo 30 in der Hauptstraße? Dort wird einfach viel zu schnell gefahren. An vielen stellen ist es eng un die erlaubten 50 sind noch zu schnell.

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    • D. Sonnenberg

      Hallo Olaf,
      danke für deine Nachricht. Das ist richtig, was du schreibst. Auch wir wollen Tempo 30, die Argumente „Kreisstraße – der Verkehr muss fließen“ dürfen uns nicht hindern. Die Entscheidung darüber hat das Landratsamt. Gemeinderat und vor allem die Bürger können helfen, die Forderung durchzusetzen. Dennoch dauert das alles viel zu lange. Darüberhinaus reicht die Ausweisung ‚Tempo 30‘ meist nicht aus, es muss oft und regelmäßig kontrolliert werden. Aber wir bleiben dran, genau wie bei der Aschaffenburger Straße, bei der wir das gleiche Problem haben.

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