Alle sprechen von der Verkehrswende – weniger Autoverkehr, attraktiverer öffentlicher Nahverkehr, das ist das, was sich mittlerweile alle politischen Entscheidungsträger auf die Fahne geschrieben haben. Doch es werden in den Gemeinderatssitzungen auch Anträge aus den letzten Jahren behandelt, die nicht immer für die jetzigen Ziele geeignet sind – ein Schritt vor und zwei zurück? Der Ortsverband der Grünen wird dies auf einer seiner nächsten Sitzungen besprechen.
1-Euro-Ticket nach Aschaffenburg
In die richtige Richtung weisend ist die Information über ein 1-Euro-Ticket samstags nach Aschaffenburg sowie eine erhöhte Taktung der abendlichen Verbindung.
Begrüßt wird auch der Antrag der SPD, die Fahrgastinformationen zu digitalisieren. Mit dem 1-Euro-Ticket wurde der Anregung der Jungen Liste Bachgau gefolgt, die bereits einen Antrag auf ein Null-Euro-Anschluß-Ticket gestellt hatte, nachdem Aschaffenburg für samstags das kostenlose Ticket eingeführt hatte. Das nunmehr angedachte 1-Euro-Ticket ist ein guter Kompromiss.
Die Entscheidung, Ringheim von den bisherigen Buslinien abzutrennen, widerspricht jedoch dem Ziel, ein attraktives Angebot an ÖPNV zu schaffen. Daran dürfte auch die Etablierung einer Schnellbuslinie nach Dudenhofen nichts ändern. Über die Köpfe der Großostheimer wird überregional eine Entscheidung getroffen, die zu Recht auf Unverständnis stößt. Dies wird ebenfalls ein Thema auf unserer nächsten Sitzung sein. Die Idee eines Bachgauer Ringbusses, der wiederum mit den Linien des VAB verknüpft wird, sollte intensiv diskutiert werden und Eingang in den nächsten kommunalen Haushalt finden. Nicht zuletzt die älter werdende Bevölkerung sowie die Konzentration der Einkaufsmärkte am Eingang des Bachgaus erfordern ein für Großostheim gut funktionierendes „Bürgerbussystem“.
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