Für Überraschung sorgte am Donnerstag, 05.02.2026, in der Gemeinderatssitzung die kurzfristige Absetzung der zwei Tagesordnungspunkte zur Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes – „Industriegebiet Stockstädter Straße – Erweiterung Nordost II“. Die Gemeindeverwaltung war kurzfristig darüber informiert worden, dass sich die wirtschaftlichen Entwicklungen für das Unternehmen geändert hätten. Vorsorglich informierte die Firma daher darüber, dass keine Maßnahmen oder Entscheidungen herbeigeführt werden müssten, die eine Ansiedelung des Unternehmens begünstigen würden. Die Tagesordnungspunkte wurden abgesetzt, Nachfragen oder Kommentare waren nicht vorgesehen. Für uns GRÜNE war dies zunächst einmal keine schlechte Nachricht, denn wir hatten hier erneute Flächenversiegelung, Wasser- und Luftbelastungen und Störfallanfälligkeit durch Verbrennung, Veraschung und Anlieferung von metallhaltigen Restprodukten der Industrie befürchtet.
Im Folgenden gab es einen kurzen vorzeitigen Waldzustandsbericht. Der starke Schneefall hatte bei vielen Bäumen im Gemeindegebiet – besonders den Kiefern – zu Kronenbrüchen geführt, so dass die Mitarbeiter verstärkt im Wald tätig sein müssen. Der Zustand des ohnehin durch Trockenheit geschwächten Waldes macht uns klar, dass wir hier in Zukunft dafür sorgen müssen, dem Ökosystem Wald die Zeit und den Raum zu geben, die er braucht, um sich dem Wandel entsprechend zu regenerieren. Dazu ist es unserer Meinung nach erforderlich, zusammenhängende und gut durchmischte Bereiche aus der Nutzung zu nehmen.
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